Geschäftsaufgabe in Böhringen und Neuausrichtung in Merklingen



Große Veränderungen und Einschnitte bei Sport Bauknecht - Neubau wird am Dienstag im Merklinger Rat behandelt

Von Hansjörg Steidle

Römerstein - Große Veränderungen stehen bei Sport Bauknecht in Römerstein an: Inhaber Thomas Bauknecht wird sein Geschäft zum Jahresende schließen. Ein Räumungsverkauf wird von Ende November bis Ende Dezember stattfinden, denn zum 31. Dezember 2018 soll die Geschäftsaufgabe vollzogen werden. Doch Thomas und Andrea Bauknecht wollen sich aus dem Handel mit Sportartikeln keineswegs zurückziehen. Sie planen Neues: In Böhringen wollen sie einen Spezialshop für Wintersportartikel schaffen und in Merklingen soll ein neues und großes Sportgeschäft mit Neuausrichtung entstehen. Thomas Bauknecht spricht von einer „Spezialisierung in Römerstein für Winterartikel und einem Ganzjahres-Sportangebot in Merklingen".

Mehrere Gründe für die Geschäftsaufgabe zum Jahresende im Römersteiner Ortsteil Böhringen nennt Inhaber Thomas Bauknecht: den spürbaren Wandel im Einzelhandel mit Verlagerung auf den Internetverkauf, die sinkende Rentabiltiät und den schwachen Verkauf in den Sommermonaten, eine aus heutiger Sicht notwendige und sinnvolle Spezialisierung und den weniger idealen Standort in Böhringen mit der Nähe zu der Einkaufsstadt Metzingen. Hinzu komm eine veralterte Verkaufsstruktur im stationären Handel, die eine Neuausrichtung in einem modernen Geschäft notwendig mache.

„Die große Schritte hin zur Geschäftsaufgabe in Römerstein, zur Spezialisierung auf Wintersportartikel in Böhringen und zu einer Neuausrichtung in Merklingen fallen uns sicherlich nicht leicht. Ganz im Gegenteil, es war ein schweres Ringen mit vielen Abwägungen für und wider", erklärt Thomas Bauknecht. Es seien notwendige und große Veränderungen in dem von seinen Eltern Gerda und Dieter Bauknecht 1971 gegründeten Sportgeschäft. Er spricht von gewaltigen Einschnitten und einem großen Vorhaben bei umfangreichen Investitionen in Merklingen. Der Geschäftsinhaber redet ferner von einem „Riesen-Einschnitt" in der langen Firmengeschichte von Sport Bauknecht und von einem „richtigen Cut zum Jahresende". Erhalten bleibe allerdings über die Jahreswende hinaus in den ersten Monaten 2019 der Andrea Bauknecht Service, der Schleif- und Verleihservice für Ski, Snowboard, Helme und Schuhe in der Hinterhöfenstraße 28.

Die sinkende Rentabilität sei vor allem im Sommerhalbjahr gegeben, konkretisiert der Geschäftsinhaber: „Wir haben ein großes Sommerloch. 85 Prozent unseres Umsatzes fallen auf das Winterhalbjahr und das Wintergeschäft und gerade mal 15 Prozent auf das Sommerhalbjahr", erläutert Bauknecht. Der Wintersport sei schon immer das starke Standbein der Firma gewesen, weshalb dieser Bereich auch nicht aufgegeben werde. Im Gegenteil: Dieser Bereich werde ausgebaut, weshalb in Böhringen im Laufe des nächsten Jahres ein Spezialshop entstehen soll, der nur im Winterhalbjahr seine Pforte offen hat mit neuen und flexiblen Öffnungszeiten in den Abendstunden. Für dieses Spezialgeschäft mit einem noch umfangreicheren Angebot werden der Service und die Beratung ausgebaut und verbessert und Kunden können spezielle Termine vereinbaren. Eine Spezialisierung verlange eine zeitgemäße und moderne Handelsstruktur, legt Thomas Bauknecht dar. Mit „Zurück zu den Wurzeln" umschreibt er dieses Vorhaben einer Neupositionierung mit dem Winter-Spezialshop. Im September 2019 soll das Projekt starten.

Beeinträchtigt werde der Standort in Böhringen sicherlich von der Nähe zur Einkaufsmetropole Metzingen. „Wegen Lauf- und Wanderschuhen oder Kickstiefeln oder wegen T-Shirts fahren die Kunden nicht extra auf die Alb nach Böhringen", sagt er. Deshalb wage er den Schritt einer völligen Neuausrichtung an einem idealen Standort, und zwar in Merklingen. Dort soll auf der großen freien Fläche nördlich der Firma Falch zwischen Nellinger Straße und der Landesstraße 230 ein neues und attraktives Fachgeschäft für alle Sportartikel gebaut werden. Das 14 500 Quadratmeter große Areal konnten sie schon vor drei Jahren von einem Landwirt aus Merklingen kaufen, das heute als Filetstück unter den Gewerbeflächen in Merklingen einzustufen sei.

Angesichts der hohen Baukosten im Baugewerbe infolge des Baubooms in ganz Deutschland habe er den Bau hinausgeschoben, zumal kein Bauzwang für die Flächen bestand. Jetzt hofft er auf eine Konsolidierung auf dem Markt und gute Angebote bei den Ausschreibungen, an die er mit den beauftragten Architekten Ott aus Laichingen rangehen will, sobald die Baugenehmigung vollends unter Dach und Fach sind. Die Planungen für den Neubau in der Nähe von Autobahn und dem künftigen Bahnhof Merklingen-Schwäbische Alb stehen. Sie werden den Merklinger Gemeinderäten in der Sitzung am Dienstag zur Beratung und zur Genehmigung vorgelegt.

„Ein Spezialshop ist in jedem Ort möglich, nicht aber ein Sportfachgeschäft", sagt Thomas Bauknecht. Die Neuausrichtung in Merklingen mache Sinn, schon wegen der optimalen Lage direkt an der A8 und in Nähe des Bahnhofs. „Da rechne ich mit einer ganz anderen Frequenz und Kundenzahl, mit Kunden aus Ulm, Kirchheim und sogar Stuttgart", sagt der Geschäftsmann. Genauso sei es mit dem Personal, da mit dem neuen Fachgeschäft in Merklingen neue geschulte Verkäufer oder Verkäuferinnen einzustellen seien. Sie könnten dann über die A8 oder die neue Zugtrasse schnell zu ihrem neuen Arbeitsplatz gelangen. Was sein Personal in Böhringen mit fünf Personen angeht, so werde dies selbstverständlich in die beiden Vorhaben eingebunden und übernommen. Nicht vor 2021 soll das neue Bauknecht Sportgeschäft in Merklingen seine Pforten öffnen, dessen Geschäftsführer dann einer seiner Söhne sein könnte. „Die Weichen sind gestellt. Die Schritte werden wir jetzt nach und nach umsetzen."

Seit 47 Jahren gibt es Sport Bauknecht in Böhringen. Die Firmengründer waren Gerda und Dieter Bauknecht, die das Geschäft über Jahre führten. Im August 1994 erfolgte ein Geschäftsumbau auf 250 Quadratmeter Verkaufsfläche und die Mitgliedschaft beim Sport Einkaufsverband Sport 2000. Im Oktober 1996 wurde das 25-jähriges Jubiläum gefeiert und im September 1998 hat Sohn Thomas Bauknecht das Traditionsgeschäft übernommen. Im September 1999 stand ein großer Umbau an, bevor im Juni 2006 die Neueröffnung des Lagerverkaufs in Böhringen folgte. Gefeiert wurde im Oktober 2011 das 40-jährige Bestehen des Unternehmens, das nun zum Jahresende seine Pforten schließen wird. Dafür sollen dann neue in Merklingen und Römerstein geöffnet werden.

Nicht nur mit dem geplanten Neubau des Sportfachgeschäfts in Merklingen an der L 230 und Nellinger Straße befasst sich der Merklinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag, 20. November, im Sitzungssaal des Rathauses. Wie zu hören war, soll in dieser Ecke auch ein Fast Food-Restaurant von Burger King geplant sein. Aktuell gibt es in Deutschland rund 720 Burger King-Restaurants. Die Zahl soll bis in fünf Jahren auf die 1000 aufgestockt werden. Mc-Donalds gibt es in Merklingen übrigens schon seit vielen Jahren.



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Geschichte

Geschäftsgründung: Oktober 1971: Gerda und Dieter Bauknecht
  August 1994: Geschäftsumbau auf 250qm Verkaufsfläche und Mitglied bei Sport Einkaufsverband Sport 2000
  Oktober 1996: 25-jähriges Jubiläum
  September 1998: Geschäftsübernahme von Thomas Bauknecht
  August 1999: Großer Umbau und Erweiterung  
  Oktober 2001: 30 Jahre Sport Bauknecht
  September 2003: Eröffnung des neuen Service-Zentrum Sport Bauknecht
  September 2005: Umbau Sport Bauknecht
  Juni 2006: Neueröffnung Lagerverkauf in Böhringen
  September 2008 10 Jahre Geschäftsübernahme von Thomas Bauknecht
  Oktober 2011 40 Jahre Geburtstag von Sport Bauknecht


Philosophie: "das freundliche Sportgeschäft auf der Alb"

  fachkundige Beratung
  familiärer Flair
  bester Service
  beste Marken zu noch besseren Preisen
  Jugend-, und Spitzensport-Förderung


Unser Personal:

Gerda Bauknecht Senior-Chefin seit 1971 / langjährige Textilerfahrung jetzt wohlverdient im Ruhestand
Andrea Bauknecht Mitinhaber seit 1998 / Einkauf / Textil / Nordic-Walking Instructor
Carin Clauss Verkäuferin seit 2009 / Textil / Sportschuhe / Allrounder / Dekoration
Juli Reihle Verkäuferin seit 1999 / Textil / langjährige Textilerfahrung / Dekoration
Gabi Frank Verkäuferin seit 2000 / Textil / Sportschuhe / Lagerverkauf / Allrounder
Dieter Bauknecht Senior-Chef seit 1971 / unser Langlauf Spezialist jetzt wohlverdient im Ruhestand 
Thomas Bauknecht Inhaber seit 1998 / Einkauf / Alpinsport / Langlauf / Teamsport
Walter Rötzer Verkäufer seit 1994 / Alpinsport / Sportschuhe / Rennlauf / Allroundprofi
Jürgen Böhmler Verkäufer              seit 2000 / Snowboard / Sportschuhe / Laufanalyse /Allroundprofi
Ingrid Hach Buchhalterin seit 2012 / Buchhaltung / Organisation




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Wir sind noch das “klassische” Sportfachgeschäft.
Bei uns finden Sie sämtliche Sportartikel und Sporttextilien der Sparten
Ski-Snowboard-Langlauf-Touren-Wandern-Rad-Schwimmen-Nordic Walking-Laufen-MBT-Fussball-Volleyball-Handball-Rollsport-Fitness-Aerobic.

 



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      Wie immer ist unsere Seniorchefin Gerda Bauknecht im Verkauf tätig.
      Unermüdlich und verlässlich verkauft und berät Sie Kunden...
      und das schon seit über 30 Jahren.


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Unser Geschäftsgebäude wurde im Sommer 1999 vollständig renoviert.
Unsere Sport 2000 Werbesäule ist ein Unikat, im gesamten Sport-2000 Verbund gibt es dieses Werbemedium nur einmal...
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Seit 2003 haben wir gegenüber von unserem Geschäft zusätzliche Kundenparkplätze für Sie errichtet.


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     Seit 2003, ist der Linienbus “Sport Bauknecht” für Sie in den Regionen
     Blaubeuren, Laichingen, Geislingen.unterwegs.
     Er wird vorwiegend als Schulbus eingesetzt.



















Pressebericht 2002

Sportbauknecht: Nur mit Navigationssystem


Droben auf der rauhen Alb 

Text: Joachim Stark
Fotos: Roman Hermann
 
Ein gut sortiertes, etabliertes Sportgeschäft, seit über 30 Jahren in Familienbesitz, mit einem Umsatz von über 1,5 Mill. Euro pro Jahr
das hört sich nach einer 1A-Lage in einer gut besuchten Fußgängerzone an. Aber die Zufahrtsbeschreibung von Thomas Bauknecht, dem Besitzer des sehr feinen Sport 2000-Geschäftes kommt nicht von ungefähr: „Wenn Dei Navigationssyschtem älter als oi Jahr isch, findesch du net her...“

Fährt man von Ulm auf der B28 über die Hochfläche der Schwäbischen Alb Richtung Outlet-Paradies Metzingen, passiert man die Ortschaft Böhringen, einen kleinen Flecken, wie sie in dieser Region typisch sind. Eine Raiffeisenbank, ein paar Bauernhöfe, eine Landmaschinenwerkstatt, ein Supermarkt, ein Sportplatz, ein Skilift und ein Neubaugebiet – das ist es im wesentlichen. Und am Albtrauf die Ruine Römerstein, nach der die Gemeinde benannt ist. Biegt man von der B28 in das Dorf ab, steht man in einem aufgelockerten Wohngebiet. Einfamilienhäuser mit großem Garten, dazwischen brachliegender Baugrund. Inmitten dieser Idylle: Ein Sport 2000-Schild. Eine absolute 5D-Lage.

Die Basis
Dass das Geschäft sich seit der Gründung durch die Eltern des jetzigen Geschäftsführers vor über 30 Jahren nicht nur hält, sondern sich seit 1996 immens vergrößern konnte, scheint absurd. Doch das Credo heißt: „Keine Zeit, ich muss verkaufen!“ Viel zu tun also, im Laden. Das Sortiment ist eher ungewöhnlich für das Mitglied eines Einkaufsverbands. Das muss es auch sein, will man sich behaupten. Kilometerweit weg von größeren Ansiedelungen heißt das Konzept demzufolge: Qualität, Kundennähe, exklusive Produkte und ein großes Sortiment. Thomas Bauknecht sagt: „Du musst um jeden Kunden kämpfen. Wenn einer in der Mittagspause kommt, wird er halt trotzdem bedient.“ Doch woher kommt er denn, der Kunde? „Das sind nur Stammkunden“, betont Thomas sofort. Über die Jahre habe sich ein zuverlässiger Kundenstamm entwickelt. Und der weiß, was er in dem Laden bekommt. Produkte, die es nicht überall gibt, zu einem reellen Preis. Bogner, Spyder oder Phenix: „Wenn man sich für dieses Geld eine Jacke kaufen will, fährt man eben auch mal ein paar Kilometer“, sagt Thomas.

Unternehmertum
Für überlokale Bekanntschaft sorgen weitere Engagements des schaffigen Schwaben. Einige tausend Euro steckt Bauknecht ins Sponsoring, beispielsweise unterstützt er viele Fussballmannschaften und einige regionale Ski-Asse. Durch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Skischulen und den regionalen Sportvereinen rekrutiert sich ein Teil der Kundschaft. Sportbauknecht stellt die Ski, liefert den Service – und verkauft.. Im Outdoorbereich hat das Geschäft auch einiges zu bieten. Nicht nur ein paar Wanderschuhe, Stöcke und Rucksäcke sondern auch ein großes Textilangebot erwartet den outdoorambitionierten Kunden. Auch für die Biker finden sich Artikel. Ansonsten liegt in den wohlgeordneten Regalen die sportliche Grund- und Allroundversorgung.

Vor zwei Jahren gründeten Horst Schöll und Thomas Bauknecht die Firma s.cool. Diese stellt Trikots und Fußbälle her, bestickt Kappen und Textilien und kooperiert mit über 800 Vereinen. Das start-up Unternehmen erwirtschaftet mittlerweile einen Umsatz von über einer Million Euro. Die Milka-Skispringer Schmitt und Co. fliegen mit s.cool Produkten durch die Luft, und die österreichen Naturbahnrodler trägt Kappen von s.cool. Sportbauknecht ist außerdem Ausrüster des Schwäbischen Skiverbands, alpin und nordisch. Möglich wurde dies durch die guten Kontakte von Thomas Bauknecht in der Sportbranche. Lange Jahre war er im Außendienst für bekannte Firmen tätig. Er ist Individualist und Branchenkenner genug, um sich sein Sortiment selber zurecht zu legen. Dabei greift er fast nicht auf die Sport 2000-Kollektionen zurück. Thomas sagt: „Der Verband lässt mir genug Freiheit. Bei Intersport wäre das in dem Stil nicht möglich.“

Durch das florierende zweite Standbein s.cool ist es Thomas Bauknecht möglich, seinen Tatendrang auszuleben: Kurzerhand eröffnete er bei einer günstigen Gelegenheit im Herbst 2002 mitten in Blaubeuren eine Filiale von Sportbauknecht. „Das muss man probieren. In diesen Zeiten musch flexibel sein. Wenn´s nicht läuft, dann dreht man halt woanders was.“ Bei allem Schaffensdrang steht der Schwabe (39, verheiratet, zwei Kinder) mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Vor Bergen und Wasser habe er Respekt, sagt er. Man merkt es dem Mann und seinem Geschäft an: Solide, ordentlich und rechtschaffen.